Antananarivo, die Hauptstadt Madagaskars
Antananarivo (kurz: Tana) ist die Hauptstadt und das Wirtschaftszentrum Madagaskars im zentralen Hochland. Der Königspalast (Rova) von Antananarivo war bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts der Regierungssitz der Könige Madagaskars. In der näheren Umgebung, dem Imerina, liegen die typischen Landschaften des Hochlandes mit ihren terassenförmigen Reisfeldern und dem alten Königssitz von Ambohimanga.
Antananarivo (alte französische Bezeichnung aus der Kolonialzeit: Tananarive), in der Umgangssprache kurz "Tana", wörtlich
übersetzt "die Stadt der Tausend", ist seit Beginn des
19. Jahrhunderts, als Antananarivo noch eine Ansiedlung am Fuße des Hügels von Analamanga mit dem heutigen Rova-Palast war, die Hauptstadt Madagaskars. Heute ist Antananarivo die einzige Millionenstadt
(fast 2 Millionen Einwohner im Einzugsgebiet) und wirtschaftliches und politisches Zentrum Madagaskars.
Die
Stadt Antananarivo liegt im zentralen Hochland Madagaskars und erstreckt sich mit ihrem Stadtkern über sieben Hügel auf einer Höhe zwischen
1250 m und 1450 m, die die Unterstadt und die flachere Umgebung um bis zu 200 m überragen. Das Umland ist das bergige Kerngebiet des Merina-Volkes, das Imerina und beherbergt viele alte Siedlungsorte und Königssitze. Vier große Flüsse durchqueren das Gebiet um Antananarivo von Osten nach Nordwesten, der Mamba etwa 7 km nördlich von Antananariva, der große Fluss Ikopa 5 km südlich und der Sisaony und Andromba südwestlich, die beide weiter nördlich in den Ikopa münden.
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Das Klima von Antananarivo ist gemäßigt bis subtropisch. Die Hauptregenzeit liegt im madagassischen Sommer zwischen Dezember und März. Achtung: wegen der Höhenlage können die Temperaturen in Antananarivo im madagassischen Winter nachts auf 12°C sinken! Der kälteste Monat ist der August.
Von Antananarivo aus gibt es gute Straßenverbindungen
in alle Regionen Madagaskars, das heißt insbesondere die vier Hauptachsen
in Richtung Osten nach Tamatave, in Richtung Norden nach Mahajanga, in Richtung
Südwesten über Fianarantsoa nach Toliara und in Richtung Westen
bis etwa Tsiroanomandidy sind mittlerweile in gutem Zustand. (weitere Informationen
unter: Landesbeschreibung
Madagaskar)
Anmerkung
der Autoren: Touristen nehmen Antananarivo in der
Regel nur als kurze Zwischenstation bei Ankunft und Abreise wahr und treten
oft sehr schnell ihre Weiterreise an, um nicht zu sagen, dass Touristen Antananarivo
eher meiden. Die politische Krise im Jahr 2009 hat das Zentrum von Tana nicht unbedingt sicherer gemacht und sollte deswegen von Alleinreisenden (ohne Führer) vermieden werden. Wer erst gar nicht in die Innenstadt gehen will aber vielleicht einige Tage lang das umgebende attraktive Hochland erkunden will, findet einige
gute und ruhig gelegene Hotels in der Nähe des Flughafens an der Hauptstraße in Richtung Antanarivo als Ausgangsbasis (zum Beispiel
das "Relais des Plateaux": www.relais-des-plateaux.com).
Der Grund, warum Antananarivo außerdem gemieden wird, ist schlichtweg der allgegenwärtige
Schmutz und die unerträglichen Abgase, denen man in der Innenstadt insbesondre
zu Stoßzeiten ausgesetzt ist. Trotzdem ist Antananarivo und die nähere
Umgebung sehenswert. Ein Aufenthalt von einigen wenigen Tagen lohnt sich,
alleine schon wegen der ausgezeichneten französischen und madagassischen
Restaurants in der Innenstadt. (Bitte unbedingt —› Sicherheitshinweise beachten)
Die Innenstadt von Antananarivo
Das zentrale Stadtviertel von Analakely ("kleiner Wald") ist das Herz und Verkehrszentrum von Antananarivo. Analakely erstreckt sich vom Bahnhof über die Avenue de l'Indépendence bis zu den Marktpavillons der Unterstadt. Hier fand noch bis 1993 der in vielen älteren
Reiseführern erwähnte Freitagsmarkt (zoma) statt,
der das gesamte Stadtviertel von Analakly bis hin zum Bahnhof und alle Seitenstraßen bedeckte und einer der größten offenen Märkte der Welt war. Heute ist der tägliche
Marktbetrieb auf die Plätze rund um die Marktpavillons im oberen Teil beschränkt.
Die traditionellen Freitagsmärkte werden auf dezentralisierten
Marktplätzen in den verschiedenen Ortsteilen von Antananarivo
abgehalten.
Die Avenue de l'Indépendence ist eine breite Geschäftsstraße, die von Restaurants, Cafés, Hotels, Bars und
Geschäften gesäumt ist - nicht zu vergessen die Vertretungen von Air
Madagascar und Air France. Eine große Grünfläche
in der Mitte der kerzengeraden Avenue gibt ihr einen vornehmen Charakter.
Der Bahnhof aus der Kolonialzeit wird heute kaum noch genutzt. Nur gelegentliche Gütertransporte
verkehren noch auf dem Schienennetz von Antananarivo an die Ostküste
nach Tamatave.
Westlich vom Bahnhof erstreckt sich das sehr populäre Stadtviertel Tsaralalana, wo sich einige Nachtclubs befinden und wo viele Madagassen indo-pakistanischer Herkunft leben. Gegenüber in Richtung Nordosten liegt das Stadtviertel Behoririka an einem kleinen See. Hier haben sich chinesisch-stämmige Geschäftsleute angesiedelt. Vom Bahnhof aus gesehen auf der linken Seite der Avenue, etwa 200 m vom Bahnhof entfernt, befand sich bis in die siebziger Jahre hinein das historische Rathaus der Hauptstadt, bis es den Flammen zum Opfer fiel. Seit 2009 wird es wieder aufgebaut.
Mehrere Straßen und Treppen führen von der Avenue de l'Indépendence und vom Marktplatz Analakely in die oberen Stadtviertel. Westlich liegen die Stadtteile mit vielen Boutiquen, Restaurants und Hotels von Antananinarenina, Isoraka und Antsahavola, östlich und südlich liegen die Wohnviertel von Ambondrona, Andohalo und Anatirova mit dem Rova-Palast.
Eine breite Treppe führt gegenüber den Marktpavillons am Select Hotel westlich in das Banken-
und Einkaufsviertel von Antaninarenina und Isoraka. Im ersten Hauseingang rechts auf der Treppe gelangt man zum Goethe-Institut, im zweiten Haus rechts befindet sich eine kleine Einkaufsgalerie. Oben in Antananirenina angekommen findet man in der Hauptstraße links, beim Hotel Colbert um die Ecke, zahlreiche Fotolabors, verschiedene Banken (mit Geldautomaten!) und exklusivste Schmuckgeschäfte mit zum Teil in Madagaskar gefertigten
Schmuckstücken. Das Vier-Sterne-Hotel Colbert (mit der besten Konditorei von Madagaskar, Top-Restaurant, Bar) liegt in einer kleinen ruhigen Seitenstraße. Von der Treppe nach rechts kommt man zum bescheideneren Hotel Radama
mit seinem sehr empfehlenswerten, gepflegten traditionell-madagassischen Restaurant Tatao. Ein Stück weiter liegt der Ortsteil Isoraka, wo man ein kleines archäologisches Museum findet (musée de l'Art et de Archéologie) mit interessanden wechselnden Ausstellungen.
Das Viertel von Antsahavola liegt ebenfalls westlich der Avenue de l'Indépendance und beherbergt neben der amerikanischen Botschaft mehrere gute Restaurants und Hotels. Sehr gemütlich isst man im italienischen Restaurant Chalet de Roses oder im populären französischen Restaurant Sakamanga, das zum gleichnamigen Hotel gehört,, mit seiner ausgezeichneten französischen Küche.
Der künstlich angelegte Anosy-See ("Engelssee") liegt im südlichen Teil der Innenstadt unterhalb des Rova. An seinen von Jacaranda-Bäumen gesäumten Ufern, deren violette Blüten sich im November entfalten, liegt ein Teil des Regierungsviertels im Stadtteil Anosy und das weithin sichtbare Hochhaus des noblen Hotel Carlton (bis 2006: Hilton). Nordöstlich des Sees befindet sich das große Stadion von Mahamasina in einem historischen Ortsteil gleichen Namens, der im 19. Jahrhundert als Versammlungsort für die Einwohner von Antananarivo diente.
Der –› Rova ist
der historische Königspalast von Antananarivo und liegt immer gut sichtbar
auf dem höchsten der sieben Hügel der Stadt, dem Analamanga ("blauer
Wald", manchmal auch Anjalamanga geschrieben).
Der ursprünglich bewaldete
Hügel von Analamanga wird bereits seit dem Ende des 14. Jahrhunderts bewohnt. Die damals
dort siedelnden Vazimba wurden im
17. Jahrhundert durch den Merina-König Andrianjaka vertrieben, der den
Ort, den er nun Antananarivo, die
Stadt der "Tausend", nannte, zu seinem neuen Königssitz machte.
Andrianjaka war zu dieser Zeit als König von Antananarivo noch ein König
unter vielen, die Madagaskar unter sich aufteilten.
Am
6. November 1995 brannte der Rova durch Brandstiftung fast vollständig
ab. In den Flammen verschwanden nicht nur die Gebäude und Kunstgegenstände
aus den Museen des Rova sondern auch die wichtigsten Dokumente der
Kulturgeschichte und fast das ganze kulturelle Erbe des
Landes Madagaskar.
Zwar wird mit Hilfe der Unesco der Wiederaufbau seit 1996 vorangetrieben, aber ein großer Teil der Kunstschätze, die der Rova beherbergte, bleiben für immer unwiderruflich verloren. Was gerettet werden konnte, wird im nur 200 m vom Rova entfernten Palast des Premierministers ausgestellt. Seit 2001 wird der Rova wieder aufgebaut. Ein Teil der historischen Gebäude ist wieder hergestellt. (weitere Informationen über den —› Rova und seinen Wiederaufbau)
Die historischen Stadtviertel rund um den Rova von Analamanga, auch Anatirova genannt, sind Andohalo und Ankadibevava an der Westflanke, Ambohimitsimbina und Ambohipotsy östlich vom Rova. Südlich und nördlich vom Rova befindet sich ein felsiger Steilabfall von mehr als 100 m Höhe, der den Zugang von diesen Seiten erschwert.
Anatirova ist der Name des oberen Stadtviertels südöstlich der Innenstadt um den Rova-Palast herum mit vorwiegend vornehmen traditionellen Villen. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Innenstadt ebenso wie auf das Umland. Nur 500 m vom Rova-Areal in Andafiavaratra befindet sich der Palast des Premierministers Rainilaiarivony, der 1872 von dem englischen Architekten William Pool errichtet wurde. Der Bau mit vier Ecktürmen und einer großen Glaskuppel im Innenhof dient heute als Museum und beherbergt seit 1997 die kunsthistorischen Sammlungenn mit den Gegenständen, die beim Brand des Rova verschont blieben.
Hotels und Restaurants in Antananarivo
Zahlreiche gute Restaurants gibt es in der Innenstadt von Antananarivo von der madagassischen Küche, über die chinesische und koreanische Küche, bis hin zur französischen und kreolischen Küche, ebenso wie viele Pizzerias und italienische Restaurants - in allen Preisklassen.Hier eine kleine nicht representative Auswahl von Hotels (alle mit ausgezeichnetem französischem Restaurant) in der Innenstadt von Antananarivo:
- Hotel Colbert, Tel. 22 202 02, das teure Luxushotel im Bankenviertel, mit französischem Spitzenrestaurant, Schwimmbad und großer eigener Konditorei;
- Hotel du Louvre, ebenfalls im Bankenviertel gelegenes gutes Hotel; Ende der neunziger Jahre in einem sanierten Verwaltungsgebäude errichtet;
- Hotel de France, Tel. 22 213 04, komplett sanierter Altbau an der Avenue, sehr gutes Restaurant mit französischer und madagassischer Küche;
- Carlton (vormals Hilton), Tel. 22 260 60, 5-Sterne-Luxushotel der offiziellen Besucher im weithin sichtbaren Hotel-Hochhaus in der Nähe des Regierungsviertels am Anosy-See; Swimming-Pool, ausgezeichnete Restaurants, Bars, Diskotheken und eine kleine Einkaufsgalerie mit erlesenen Produkten aus Madagaskar;
- Hotel Radama, Tel. 22 319 27: Lieblingshotel der Geschäftsleute im Bankenviertel von Isoraka mit madagassischem Spezialitätenrestaurant Tatao;
- Hotel Sakamanga, Tel. 22 358 09: bescheidenes Lieblingshotel der französischen Touristen im zentralen Viertel Ampasamadinika; 32 einfach und geschmackvoll eingerichtete Zimmer. Das beliebte und populäre Restaurant im ersten Stock bietet ausgezeichnete französische Küche.
Ein nettes Café mit ausgezeichnetem Gebäck und Snacks befindet sich direkt neben der Niederlassung von Air Madagascar: La Potinière, Av. de l'Indépendence. Auch in der leider nicht sehr gemütlichen Cafeteria des deutsch-madagassischen Kreises kann man tagsüber einen Café trinken, der Eingang befindet sich direkt an der Treppe, die in die Oberstadt und das Bankenviertel von Antananinarena führt nach 10 m an der rechten Seite.
Tip für Biertrinker: im Restaurant und in der Bar des Hotel de France und des Plaza Tana an der Avenue de l'Indépendance gibt es ausgezeichnetes selbst gebrautes Bier; das Restaurant des Hotel de France bietet übrigens auch klassische französische und madagassische Küche an.
Naturparks und Museen in Antananarivo
Im Ortsteil der Oberstadt Isoraka, befindet sich ein kleines archäologisches Museum (musée de l'Art et de Archéologie) mit interessanden wechselnden Ausstellungen zur Geschichte und Kultur Madagaskars.
In der Nähe des Rova-Palastes im Palais des Premierministers, gut zu erkennen an seiner großen zentralen Glaskuppel, ist das kulturgeschichtliche Museum von Madagaskar untergebracht. Hier kann man die Reste der Sammlungen besichtigen, die beim Brand des Rova-Palastes 1995 gerettet werden konnten.
Sehenswert ist auch der Zoo von Antananarivo im Stadtteil Tsimbazaza (etwa 3 km vom Stadtzentrum in Richtung Süden am Rande des Regierungsviertels). Viele Lemurenarten, der seltene Madagaskar-Seeadler und andere heimische Tierarten wie der berühmte Fossa, ein botanischer Garten rund um einen See und ein kleines Naturkundemuseum mit einem Skelett des vor 300 Jahren ausgestorbenen Vogel Aepyornis maximus gehören zum Areal, dessen Gründung vor über 100 Jahren auf den französischen Naturforscher Grandidier zurückgeht.
Kaum bekannt ist der mit einem Taxi gut erreichbare kleine private Naturpark von Tsarasaotra im Stadtteil Alarobia (etwa 3 km nördlich vom Stadtzentrum Richtung Norden), der inmitten sehr belebter dörflich geprägter Wohngebiete liegt. Der Park gehört der Familie Ranarivelo und schützt die lokale Vogelwelt auf einer Fläche von 5 ha, zu der auch ein See gehört, der 14 heimische Seevogelarten beheimatet. (Empfehlungen für Naturparks in der Umgebung von Antananarivo siehe weiter unten)
Einkaufsmöglichkeiten
Einige Geschäfte in der Innenstadt bieten Einkaufsmöglichkeiten für Kunstgewerbe und Erzeugnisse aus Madgaskar. Zahlreiche Schmuckgeschäfte und hochwertigere Artikel findet man in den Ortsteilen Antaninarenina und Isoraka, oberhalb der Treppe, die vom Markt in die oberen Stadtteile rund um das Hotel Colbert führt. Hier befindet sich auch ein großer Supermarkt der südafrikanischen Kette Shoprite neben dem Hotel du Louvre.
Ein großer Markt für Kunsthandwerk befindet im Ortsteil Andravoahangy 2 km nordöstlich vom Stadtzentrum. Hier findet man alles, was Madagaskar an Kunsthandwerk zu bieten hat, wie Holzschnitzereien, Musikinstrumente, Edelsteine, handgeschöpftes Papier, diverse Produkte aus Pflanzenfasern und handbestickte Tischdecken und Kleidungsstücke
Interessant ist auch ein Besuch des großen Kunstgewerbemarktes an der Kreuzung von Ambohitrimanjaka an der Deich-Straße ("route du digue") an der RN4 in Richtung Flughafen in 4 km Entfernung von der Stadtmitte von Antananarivo. Hier findet man eine große Auswahl an Edelsteinen und Mineralien, Holzschnitzereien, Handtaschen aus Raffia und dekorativen Artikeln.
Das Unternehmen Baobab-Company fertigt und vertreibt T-Shirts mit madagassischen Motiven und andere hochwertige kunsthandwerkliche Produkte. Zwei eigene Geschäfte befinden sich in der Innenstadt gegenüber vom Hotel Palissandre und neben dem Hotel Sakamanga. Weitere Verkaufsstellen in großen Supermärkten und Hotels.
Große Einkaufszentren und Supermärkte nach europäischem Vorbild findet man in den Vororten von Antanananrivo. Im Ortsteil Ankorondrana etwa drei Kilometer nördlich vom Stadtzentrum zum Beispiel liegt das große Einkaufszentrum Jumbo-Score mit einer Geschäftsgalerie (Zoom) mit zahlreichen Einzelhändlern und Boutiquen.
Die
nähere Umgebung von Antananarivo
Antananarivo ist eine
Flächenstadt, deren Stadtkern heute rund 82 km² umfasst. Die
Stadt wächst ständig in ihre Vororte hinein. Die neunzehn Vorortbezirke
erstrecken sich über eine Fläche von 460 km². Reisanbaugebiete
ragen fast bis in die Innenstadt hinein.
Riesige Flächen sind kanalisiert und werden für den Nassreisanbau genutzt. Dieses Betsimitatatra genannte Gebiet wurde bereits vor fast 400 Jahren von König Ralambo und später von König Andrianampoinimerina für den Reisanbau erschlossen und immer wieder durch neue Bewässerungssysteme erweitert. Es erstreckt sich nördlich der Hauptstadt entlang der beiden Flüsse Ikopa und Sisaony.
Auf
dem Weg zum Flughafen liegt der Vorort Ambohimanarina mit
seinem Ortsteil Anosivavaka inmitten von Reisfeldern. Die
Anhöhen sind mit kleinen Häusern übersät. Mit
seinen engen Gassen ist dieser immer noch von Reisfeldern umgebene Vorort einer von vielen typischen
Vororten von Antananarivo. Diese Idylle verschwindet heute allerdings
zunehmend und wird verdrängt von vermehrten Industrieansiedlungen
an den stadtnahen Rändern der Hauptstadt. Etwas weiter liegt der Ort Ambohidratrimo mit einer ehemaligen Königsresidenz auf einem heiligen Hügel.
Ziegelsteinbrennereien gibt es rund um Antananarivo. Auf brachliegenden Feldern wird der lehmige Boden in Formen gepreßt. Die getrockeneten Ziegel werden zu einer Art Ofen aufgetürmt und durch ein Feuer, das im Innern entfacht wird, gebrannt.
Die großäumigen Gebiete, die die Hauptstadt Antananarivo umschließen, sind das Avaradrano genannte Gebiet im Nord-Osten ("nördlich des Wassers") an den Flüssen Betsiboka und Mananara, unter anderem mit dem bedeutenden Königssitz Ambohimanga, das Vonizongo weiten Norden, das Marovatana oder auch Betsimitatatatra genannte Reis-Gebiet unmittelbar nördlich von Antananarivo an den Flüssen Sisaony und Ikopa, das Amobodirano ("am Fuss des Wasser") im Süd-Westen mit dem Königssitz von Antasahdinta, das Vakinisisaony im Süd-Osten am Fluss Ikopo mit den Ortschaften Ambohimanamvola und Alasora und das Vakinankaratra im Süden.
Naturparks in der näheren Umgebung von Antananarivo
Nur wenige Kilometer
vom Flughafen entfernt im Vorort Ivato kann man die Croc-Farm der Firma Reptel besichtigen, eine Krodilfarm mit einigen 100 Krokodilen. Die private zooähnliche Anlage unterhalt ein große Krokodilzucht. Auf dem Gelände leben ebenfalls Lemuren, viele Eidechsen und
Chamäleone. Ein Restaurant bietet Krokodilspezialitäten
an.
Eine
sehenswerte Naturattraktion nur 22 km westlich von Antananarivo an der
Strecke nach Arivonimamo an
der RN 1 ist der Lemurs' Park. Hier leben in einer
parkähnlichen
Anlage 6 Lemurenarten in Freiheit. Das Areal bietet darüber hinaus einen
botanischen Garten mit Pflanzen aus ganz Madagaskar. Ein Restaurant lädt
zur Entspannung ein. Dieser noch sehr junge, kleine Naturpark soll in den
nächsten
Jahren erweitert werden (Weitere Informationen: www.lemurspark.com).
Weitere Informationen: Das Imerina - Hochland von Madagaskar - Geschichte von Madagaskar - Rova von Antananarivo
