Der große Süden Madagaskars
Atemberaubende Landschaften zeichnen den als Reiseregion sehr beliebten Süden Madagaskars aus. Die Provinzhauptstadt Toliara liegt an der Südwestküste und ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den kaum besiedelten Süden und an die Badestrände nördlich und südlich von Toliara mit ihren zahlreichen Tauchmöglichkeiten. Von der südöstlichen Küstenstadt Fort Dauphin (Tolagnaro) aus erschließt sich der Südosten der roten Insel mit seinen Schutzgebieten an der Grenze zwischen Feucht- und Trockenzone.
Der
Süden Madagaskars mit seinen kargen Dornenwäldern
und typischen Sukkulenten-Flora (Didieraceen und Pachypodien)
ist trotz seiner Trockenheit die landschaftlich reizvollste
Region und daher auch die am meiste bereiste Gegend der Großen
Insel Madagaskar.
Am
südlichen Abschnitt der Westküste liegt
die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Süd-Provinz Toliara
(französischer Name: Tuléar manchmal auch Toliary geschrieben),
die sich über den gesamten Süden der
Insel bis zur Ostküste nach Tolanaro (Fort Dauphin)
erstreckt. Die Provinz Toliara ist mit 161.000 km² die
größte, aber gleichzeitig auch die trockenste der
sechs Provinzen des roten Kontinents.
Der südlichste Punkt des Inselkontinents ist das "Cap Ste. Marie" mit dem Spezialreservat Cap Sainte Marie südlich von Tsiombe, das die größte Schildkrötendichte der Welt aufweisen soll. Weitere wichtige Schutzgebiete des Südens von Madagaskar sind der Nationalpark von Andohahela, die Seele des Südens, westlich von Fort Dauphin, der Nationalpark Tsimanampesotsa, das Vogelparadies mit seinen rosa Flamingos südlich von Toliara, das berühmte private Lemurenschutzgebiet von –› Berenty 100 km von Fort Dauphin (Toalagnaro) und der private botanische Park –› Arboretum d'Antsokay 10 km südöstlich von Toliara;
Das Klima im Süden
Der Süden Madagaskars zeichnet sich aus durch ein arides tropisches Trockenklima mit ausgedehnten Zonen, in denen ein Steppen- und Wüstenklima vorherrscht. Die Regionen des Südens weisen Jahresdurchschnittstemperaturen von rund 24° C auf bei jährlichen Niederschlagsmengen von 300 bis 800 mm pro Jahr, die allerdings in nur sehr kurzen Zeiträumen von Dezember bis Februar niedergehen (vergleichbare Jahreswerte in Deutschland liegen bei Jahresdurchschnittswerten von weniger als 10° C und 900 mm Niederschlag).
Viele Flüsse liegen monatelang trocken. Nur in wenigen geschützten Tälern großer Flüsse wie dem Onilhay und dem Mangoky und im Osten der Provinz finden sich für den Ackerbau geeignete Flächen. Viehzucht und Fischfang sind die Hauptaktivitäten der Völker des Südens. Eine Sonderstellung haben riesige Sisal-Plantagen, die die kargen Landschaften rund um Amboasary im Südosten durchziehen.
Landschaften und Orte des
Südens
Das
Straßennetz des Südens ist sehr rudimentär.
Nur die Hauptachse von der südöstlichen Hochlandstadt Fianarantsoa nach Toliara über
die Nationalstrasse RN7 ist gut ausgebaut. Alle anderen Haupt-
und Nebenstrecken bestehen aus Pisten unterschiedlicher Qualität,
die insbesondere während der kurzen Regenzeit zwischen Dezember
und Februar nur schwer befahrbar sind. Die verschiedenen kleineren
Küstenorte lassen sich oft besser mit dem Boot als mit dem
Auto erreichen.
Sowohl günstige dichtbesetzte Buschtaxis als auch komfortable Buslinien (z.B. Madabus) verbinden die Küstenstadt Toliara regelmäßig mit der Hauptstadt Antananarivo (Achtung: Fahrtzeit über 24 Stunden!).
Nur die beiden großen Ortschaften des Südens Toliara und Tolagnaro (Fort Dauphin) verfügen über einen Flughafen, der sie täglich mit der Hauptstadt Antananarivo verbindet. Andere kleine Ortschaften im Süden sind mit wöchentlichen oder privaten Charterflügen erreichbar.
Trotzdem ist der Süden wegen seiner wunderschönen Badestrände, seiner einzigartigen Trockensteppen, seiner sehenswerten Naturparks und seines heißen trockenen Klimas die am meisten bereiste und interessanteste Region Madagaskars.
Toliara und die Südwestküste

Die
Provinzhauptstad Toliara hat einen kleinen Hafen, aber keinen
eigenen Strand. Das Ufer ist nur an wenigen Stellen zugänglich, da die größten Küstenabschnitte mit Salzsalinen bedeckt sind. Die Gründung der Stadt geht auf das Jahr 1897 zurück, als eine französische Garnison hierher verlegt wurde, die den Süden Madagaskar "befrieden" sollte. Aus der Garnison entstand dann die Hauptstadt der Südprovinz, die bis heute noch einiges von ihrem alten Kolonialflair bewahrt hat.
Toliara ist durch tägliche Flüge (außer sonntags) mit der Hauptstadt Antananarivo verbunden. Auch Buschtaxis und Reisebusse verkehren täglich auf der gut ausgebauten Nationalstraße RN7 von Antananarivo nach Toliara (über Fianarantsoa), allerdings beträgt die Reisezeit hier rund 20 Stunden. Toliara ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den trockenen Südwesten Madagaskars, sei es auf kleinen Booten an der Küste entlang oder mit dem Taxi in die nähere Umgebung oder mit dem Geländewagen in den unwegigen großen Süden und Südosten.
Es
gibt eine Reihe von guten Restaurants und Hotels in Toliara,
hier nur eine kleine Auswahl: das beste Hotel in Toliara ist
das Plazza. Weitere Hotels
sind das Capricorne, mit
komfortablen Zimmern und ruhiger Lage in einem kleinen tropischen
Garten am Rand der Stadt; das Hotel
Eden liegt im Zentrum und bietet klimatisierte
saubere Zimmer mit Fernsehgerät zu einem sehr erschwinglichen
Preis (kein Restaurant, kein Alkoholverzehr).
Gute Restaurants finden sich unter anderem an der Standpromenade Boulevard Lyautey wie das Le Corail und das l'Etoile de Mer; im Stadtzentrum am Kreisverkehr befindet sich das Restaurant La Terasse, in dem man besonders gut frühstücken kann; das Restaurant "Corto Maltese" bietet ausgezeichnete italienische Küche.
Einen Besuch wert ist der Edelstein- und Schmuckhandel "L'univers de la Pierre" im Stadtzentrum von Toliara (vom Kreisverkehr aus Richtung Küste gehen), der von einem freundlichen Franzosen, M. Chaussée, betrieben wird. Hier schleift und verarbeitet sein kleiner Betrieb die Edelsteine der Region (Smaragd, Beryll, Saphir, Rubin, Aquamarin und die seltenen Tsavorit und Malaya). Schmuckstücke werden auf Bestellung angefertigt.
Agenturen vor Ort helfen beim Organisieren von Ausflügen in die Umgebung. Besonders zu erwähnen sind die Agenturen Tour Emeraudes (neben dem Restaurant Le Corail), Airtours Madagascar im Hotel Plazza und das Hotel Capricorne.
Ausflugsziele in der Nähe von Toliara
Von Toliara aus gut in wenigen Stunden zu erreichen sind folgende Nahziele:
Arboretum d'Antsokay: 50 ha großer Park mit ursprünglichem Baumbestand und Pachypodien 15 km südöstlich von Toliara im Südwesten Madagaskars; teilweise künstlich angelegt vom Schweizer Botaniker M. Herman Petignat; Restaurant und Schlafmöglichkeit in der Auberge de la Table auf dem Gelände; - Ifaty, der beliebte und gut erreichbare Badeort 27 km nördlich von Toliara mit mehreren Hotels am Strand und mit guten Ausflugsmöglichkeiten in die umliegenden Baobab- und Sukkulentenwälder. Hotelauswahl: "Lakana Vezo", "Bamboo Club" (mit Swimmingpool), "Dunes Hotel", das Bungalow-Hotel "Le Paradisier" oder das "Ifaty Beach". Attraktion dieses Küstenabschnittes sind die vielseitigen Tauch- und Angelmöglichkeiten in den Fischgründen des Fischervolkes der Vezo.
- Kleine Schutzgebiete in der näheren Umgebung von Ifaty 30 km nördlich von Toliara sind das Schildrötenreservat von Ifaty und das Baobab-Reservat von Domergue. Die ganze Gegend ist überzogen von einer typischen Trockenflora mit Didieraceen und Baobabs. Hin und wieder trifft man auf Propithecus-Lemuren (madagassisch: sifaka). Die Küste ist stellenweise mit Mangroven bewachsen.
- 10 km südlich von Toliara an der Nordseite der Einmündung des Flusses Onilahy in Anantsono (Saint Augustin) liegt das Hotel "Melody Beach", das vom Flughafen aus in wenigen Minuten zu erreichen ist.
- Auf dem Weg von Toliara nach Saint Augustin an der Mündung des Flusses Onilahy kommt man in der Ortschaft Sarodrano vorbei, wo sich eine Grotte befindet.
Von Toliara in Richtung Norden und Osten (Ifaty und Morombe)
Über den oben beschriebenen Badeort Ifaty hinaus führt die Straße nach Norden weiter in Richtung Madiorana mitten in das Gebiet des kleinen und rätselhaften Mikea-Volkes, eines Wandervolkes, das in der Wüste und im Mikea-Wald lebt und sich von Wurzeln ernährt.
In 183 km Entfernung von Toliara liegt der Küstenort Morombe. Von hier aus kann man den landeinwärts gelegenen Ihotry-See erreichen, ein Natureservat in der Ebene von Masikoro. Der See hat einen stark schwankendem Wasserstand. In der Regenzeit wird die Oberfläche zum drittgrößten See Madagaskars; ein Paradies für viele Arten von Wasservögeln; Lemuren und Trockenwald an den Ufern.
Der Südwesten von Madagaskar (südlich von Toliara)
Der südwestliche Küstenabschnitt ist das Heimatgebiet des Fischervolkes der Vezo. Ihre Hauptstadt ist Anakao, eine kleine Küstenstadt 35 km südlich von Toliara. Zwischen Toliara und Anakao verläuft die riesige Einmündung des Flusses Onilahy in den Kanal von Mosambik. Anakao hat etwa 8000 Einwohner und empfängt jedes Jahr insgesamt etwa 3000 Touristen.

In
der Ortschaft Anakao befinden
sich die wunderschön gelegenen Bungalow-Hotels "Safari
Vezo" und "Le Prince Anakao" mit
ihren traumhaften weißen Sandstränden und einer kleinen
vorgelagerten unbewohnten Insel "Nosy
Ve", die von Korallenriffen umgeben ist. Die Bungalow-Anlage
von "Safari Vezo" besteht seit Anfang der 90er Jahre
und wurde 2006 saniert. Die Strände von Anakao gehören zu den
schönten Sandstränden Madagaskars.
Anakao ist nur mit dem Boot von Toliara aus zu erreichen. Die Boote können in einer Agentur in Toliara im Ortsteil Mahavatse gebucht werden. Die Überfahrt wird mit kleinen motorisierten Fischerbooten durchgeführt und dauert fast zwei Stunden. Da Toliara keinen Hafen hat, werden die Passagiere auf Ochsenkarren durch das Wasser bis zum Transportboot befördert.
Beheloka: Das Fischerdorf liegt in einer Bucht etwa 60 km südlich von Toliara. Hotel: La Canne à Sucre. Einzige - leider nicht empfehlenswerte - Übernachtungsmöglichkeit im Ort.
Von Anakao oder Beheloka aus bietet sich ein Ausflug in das weiter südlich gelegene Naturschutzgebiet Tsimanampetsotsa mit seinen rosa Flamingos an (weitere Informationen zum –› Schutzgebiet von Tsimanampetsotsa).
Im nur wenig erschlossenen Südwesten Madagaskars an der Straße, die die Küstenorte Toliara im Westen und Fort Dauphin im Osten verbindet, liegen einige alte Ansiedlungen und Naturreservate. Betioky ("dort wo es starke Winde gibt") ist eine kleine verlorene Provinzstadt im Südwesten. Die Orte Ampanihy, Tsihombe, Ambovombe liegen ebenfalls an dieser Straße.
Betroka liegt an der Straße, die von Fiananarantso nach Fort Dauphin führt, etwa auf halber Strecke zwischen Fianarantso und Ambovombe an der Südküste.
Fort Dauphin und der Südosten Madagaskars
Fort
Dauphin (madagassischer Name: Tolanaro oder auch Tolagnaro geschrieben) ist eine
Küstenstadt mit einem kleinen Hafen im Südosten der Roten Insel. Der Ort wird dominiert vom Berggipfel Saint-Louis, der die Stadt mit 529 m Höhe überragt. In unmittelbarer Nähe des heutigen Tolanaro befand sich einer der ersten
frühen Siedlungsorte der Franzosen in Madagaskar (1642-1674).
Etienne
de Flacourt war der Verwalter dieser kleinen Kolonie. Er veröffentlichte
nach seiner Rückkehr nach Frankreich 1661 zwei Bücher,
die lange Zeit die einzigen Werke über die Insel
Madagaskar und ihre Bevölkerung und Kultur waren: 1. "L'histoire de la grande Isle de Madagascar",
ein umfangreiches Werk über die Geschichte, die Bewohner und
die Natur Madagaskars und 2. das erste Wörterbuch der madagassischen
Sprache.
Die Bewohner der Kolonie wurden schließlich von den dort ansässigen Antanosy nach Streitigkeiten wegen ihrer madagassischen Ehefrauen massakriert und die Siedlung wurde aufgegeben.
Die Stadt Fort Dauphin (Taolagnaro) liegt in der Feuchtzone
der südlichen Ausläufer der östlichen Regenwälder,
aber bereits wenige Kilometer westlich beginnt das trockene Steppenland,
das den ganzen Süden Madagaskars durchzieht. Der Übergang zwischen Feucht- und Trockenzone ist fast abrupt und erfolgt ca. 50 km westlich von Fort Dauphin (Tolanaro). Die Vergetation wechselt zu Sukkulenten und Euphorbien und die ersten Baobabs tauchen auf.
Der Ort Fort Dauphin selbst liegt auf einer Landzunge und bietet keine besonderen Attraktionen, aber eine Reihe von guten Hotels und Restaurants. Ein Flughafen verbindet Fort Dauhphin täglich mit der Hauptstadt Antanananarivo:
- Le Dauphin, Tel. 20-9221238, das Grandhotel von Fort Dauphin gehört der Familie de Heaulme, deren Vorfahren bereits im 18. Jahrhundert nach Madagaskar kamen und als Sisalpflanzer ein Vermögen machten. Zum Wirtschaftsimperium der Familie zählen weitere, ebenfalls ausgezeichnete Hotels in Fort Dauphin wie das Miramar, Le Galion und La Croix du Sud und der 85 Kilometer nordöstlich der Stadt gelegene sehenswerte Lemurenpark Berenty, dessen Besuch man mit einer Übernachtung in einem der Familien-Hotels im Park verknüpfen sollte (auf deftige Preise einstellen!). Die Küche im Le Dauphin ist in der Regel ausgezeichnet.
- Hotel Libanona Beach ist das einzige Hotel im Stadtgebiet mit eigenem Strand (Bungalows);
- La Baie des Singes: Bungalow-Anlage etwas außerhalb der Stadt mit Strand am (im Südwesten von Fort Dauphin);
In der Nähe der Stadt Fort Dauphin (Tolanaro) befinden mehrere sehenswerte Ausflugsziele, deren besonderer Reiz in der Vielfalt sehr unterschiedlicher Landschaftsformen besteht:
- der Vinanibe-See in 8 km Entfernung und das portugiesische Fort 10 km westlich von Fort Dauphin,
- das Schutzgebiet Nahampoana (kleiner Privat-Park 6 km nördlich von Fort Dauphin; mit romantischer Kanu-Fahrt und kleinem Restaurant; Schildkröten, Lemuren, Vögeln);
- der Naturpark Kaleta (gehört zum gleichnamigen Hotel in Fort Dauphin);
- das berühmte private Schutzgebiet von Berenty (240 ha großes privates Schutzgebiet mit Hotel; Eigentum der Familie De Heaulme; am Ufer des Flusses Madrarare; Flughunde, Lemuren, Insekten, Schildkröten, Vögel; Ausflüge werden von den Hotels Galion, Dauphin und Miramar in Fort Dauphin angeboten; eine andere Möglichkeit, das Reservat zu besichtigen besteht nicht).
- Fort Dauphin ist auch Ausgangspunkt für ausgedehntere Expeditionen, etwa nach Evatra und in die Bucht von Lokaro. Mehrere Agenturen vor Ort werben mit günstigen Preisen und Ideen für diese Ausflüge (in den Hotels nachfragen).
Der südlichste Punkt des Inselkontinents Madagaskar ist das Kap Ste. Marie. Hier herrscht angeblich die höchste Schildkrötendichte der Welt. Die Gegend ist nur schwer erreichbar, am ehesten noch von Fort Dauphin aus (200 km großteils Sandpiste). Da die Straßenverhältnisse schlecht sind, sind ein Geländewagen und stabile Wetterverhältnisse unabdingbar.
Faux Cap: das Dorf Itomampy wurde lange Zeit
für den südlichsten Punkt Madagaskars gehalten. Seit man
aber festgestellt hat, dass das westlich gelegene Cap Sainte-Marie noch etwas
weiter südlich liegt, heißt das Dorf nun Faux Cap,
das falsche Kap. Das Gebiet ist nur schwer zu erreichen. Die einzige Verbindung besteht auf dem Landwege über teilsweise sehr schlechte Sand- und Schotterpisten von Fort Dauphin aus. Eine noch schlechtere Straße verbindet das Faux Cap mit Toliara (Fahrzeit für eine Strecke etwa ein bis zwei Tage).
Das Faux Cap erlangte 2009 traurige Berühmtheit: Tonnen von Giftmüll, die nach der Havarie eines türkischen Frachters im August vor Madagaskar, ausgetreten waren, verursachten ein Walsterben und weitreichende Schäden für die Bevölkerung und Umwelt. 39.000 Tonnen Phosphat, 568 Tonnen Öl, 66 Tonnen Diesel und 8000 Liter Schmierstoffe flossen aus dem Wrack des verunglückten türkischen Frachter Gulser Ana ins Meer.
Nach Osten wird die Landschaft gebirgiger. Hier fallen auch deutlich mehr Niederschläge. In den südlichen Ausläufern des Hochlandes liegt die Stadt Betroka.
Lavanono westlich vom Cap gelegen ist Madagaskars Surferparadies.
Itampolo: 130 km südlich von Anakao. Hübsches Dorf mit Freitagsmarkt. Auf dem schönen Strand kann man gegen eine bescheidene Gebühr an den chef de village campen.
Ethnische Gruppen im Süden
Madagaskars
Die Antandroy („die vom Dornenland“)
großer Volksstamm von Hirtenbauern im Süden in der Gegend
von Ambovombe; die A. haben 5% Anteil an der Gesamtbevölkerung
Madagaskars.
Antanosy "die von der Insel": bedeutender Volksstamm von Waldbauern im Südosten in der Gegend von Taolanaro (Fort Dauphin); die dunkelhäutigen Antanosy sind islamisch geprägt; zum Gedenken der Toten errichten sie Steinsäulen.
Die Bara sind ein grosser Volksstamm südlich des Merina-Gebietes im südlichen Hochland zwischen den Flüssen Onilahy im Südwesten und Zomandao im Norden in der Gegend von Ihosy und Betroka; die Bara sind wahrscheinlich afrikanischer Herkunft und leben halbnomadisch als Hirtenbauern; die Toten werden in zwei ausgehöhlten halben Baumstämmen beigesetzt; bei den Bara wird man erst als Mann anerkannt, wenn man ein Rind gestohlen hat.
Die
Mahafaly („die Unantastbaren“) sind ein kleiner
Volksstamm von Viehzüchtern an der Südwestküste südlich
von Toliara in der Gegend von Betioky und Ampanihy zwischen den Flüssen
Menarandra im süden und Onilahy im Norden. Der Stamm ist berühmt für seine
Grab-Skulpturen aloalo. Die Mahafaly leben auf einem Kalkplateau,
auf dem weniger als 50 cm Regen im Jahr fallen;
Die Vezo an der Westküste zwischen Toliara und Morondava sind ein kleines nomadisches Fischervolk, das ursprünglich von den Sakalava abstammt. Die Vezo führen ein traditionell geprägtes Leben und fischen auf offener See mit Harpune und Netz. Der Fang wird meist an Land getrocknet. Eine Besonderheit der Vezo ist die Tatsache, dass sie als einzige Bevölkerungsgruppe Madagaskars bei ihren Jungen keine Beschneidung durchführen.
Schutzgebiete im Süden Madagaskars
Andohahela: der Nationalpark Andohahela hat 76.020 ha und erstreckt sich über drei Landschaftszonen zwischen Fort Dauphin und Amboasary im Süd-Osten Madagaskars; Regenwald, Trockenzonen, endemische Palmenarten; Lemuren, Reptilien, Wasserfälle; Hotels in Fort Dauphin
Arboretum d'Antsokay: der 50 ha große private Park mit ursprünglichem Baumbestand und Pachypodien 15 km südöstlich von Toliara im Südwesten Madagaskars; teilweise künstlich angelegt vom Schweizer Botaniker M. Herman Petignat; Restaurant und Schlafmöglichkeit in der Auberge de la Table auf dem Gelände; email: mouktar@dts.mg; Tagesausflug von Toliara aus möglich;
Arboretum Renala: das 65 ha große Schutzgebiet mit vielen Baobabs liegt nördlich von Toliara in der Nähe von Ifaty; Chamäleons, Vögel, Echsen, Schlangen; Tagesauflug von Toliara aus möglich
Berenty: 240 ha großes privates Schutzgebiet mit Hotel; Eigentum der Familie De Heaulme; im Süden in der Nähe von Fort Dauhin; am Ufer des Flusses Madrarare; Flughunde, Lemuren, Insekten, Schildkröten, Vögel; Ausflüge werden von den Hotels Galion, Dauphin und Miramar in Fort Dauphin angeboten; eine andere Möglichkeit, das Reservat zu besichtigen besteht nicht;
Bezaha Mahafaly: Naturreservat östlich von Toliara 35km nordöstlich von Betioky im Südwesten Madagaskars; Grabanlagen;
Cap Sainte Marie: Naturreservat im äußersten Süden von Madagaskar 63 km von Tsiombe; höchste Schildkrötendichte der Welt; nur schwer zu erreichen; am besten mit dem Auto vom östlich gelegenen Fort Dauphin aus.
Ifaty: das Schildkrötendorf von Ifaty liegt 35 km nördlich von Toliara;
Ihotry-See: das Naturreservat Ihotry-See liegt etwa 100 km nördlich von Toliara in der Ebene von Masikoro im Südwesten Madagaskars; See mit stark schwankendem Wasserstand; in der Regenzeit wird die Oberfläche zum drittgrößten See Madagaskars; ein Paradies für viele Arten von Waservögeln; Lemuren und Trockenwald an den Ufern
Ivohibe: 3.453 ha großer Naturpark südlich von Fianarantsoa; Hotel in Ambalavao
Midongy: das Schutzgebiet Midongy du Sud hat 192.198 ha und liegt in der Nähe von Fianarantsoa zwischen Midongy und Befotaka
Nahampoana: kleiner Privat-Park mit Lemuren 6 km nördlich von Fort Dauphin; mit romantischer Kanu-Fahrt und kleinem Restaurant; Schildkröten, Lemuren, Vögel
Kaleta: das private Schutzgebiet Kaleta nördlich von Fort Dauphin gehört zum Hotel Kaleta in Fort Dauphin gehört;
Reniala: privater Park in Mangily 27 km nördlich von Toliara im Südwesten von Madagaskar; der Park bietet auf 27 ha viele Vogelarten und Sukkulenten;
Tsimanampetsotsa: der Nationalpark Tsimanampetsotsa mit 43.200 ha liegt 40km südlich von Toliara an der Westküste; Lemuren, Enten, Flamingos, Schildkröten; Hotels in Ambola und Beheloke; das Gebiet ist nur schwer zu erreichen
Zombitse Vohibasia: 160 km nordöstlich von Toliara an der Hauptstraße nach Fianarantsoa gelegen, 500 ha großes Gebiet mit Lemuren, Echsen, Vögeln, Chamäleons Naturpark
weiterführende Informationen: Edelsteine von Madagaskar - Pflanzen - Tiere - Liste der Schutzgebiete
